Andacht zum 5. Sonntag nach Ostern - Rogate

Wochenspruch: Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. Psalm 66,20

Psalm 95,1-7
Kommt herzu, lasst uns dem HERRN frohlocken
und jauchzen dem Hort unsres Heils!
Lasst uns mit Danken vor sein Angesicht kommen
und mit Psalmen ihm jauchzen!
Denn der HERR ist ein großer Gott
und ein großer König über alle Götter.
Denn in seiner Hand sind die Tiefen der Erde,
und die Höhen der Berge sind auch sein.
Denn sein ist das Meer, und er hat's gemacht,
und seine Hände haben das Trockene bereitet.
Kommt, lasst uns anbeten und knien
und niederfallen vor dem HERRN, der uns gemacht hat.
Denn er ist unser Gott und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand.

Lesung: Joh 16,23b-28+33
Jesus Christus spricht: 23 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: aWenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er's euch geben. 24 Bisher habt ihr um nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr empfangen, auf dass aeure Freude vollkommen sei. 25 Das habe ich euch in Bildern gesagt. Es kommt die Stunde, da ich nicht mehr in Bildern mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkündigen von meinem Vater. 26 An jenem Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten werde; 27 denn a er selbst, der Vater, hat euch lieb, weil ihr mich liebt und glaubt, dass ich von Gott ausgegangen bin. 28 Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater. 33 Dies habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir aFrieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, bich habe die Welt überwunden.

Stille

Vater unser.
Du bist unser Vater, dir verdanken wir unser Leben.
Dir sagen wir, worauf wir hoffen, wonach wir uns sehen, wovor wir uns fürchten.
Geheiligt werde dein Name.
Wir hoffen darauf, dass deine Liebe die Welt verwandelt.
Verwandle uns, damit wir deine Liebe zeigen.
Dein Reich komme.
Wir sehnen uns danach, dass sich Gerechtigkeit und Frieden küssen.
Schaffe deinem Frieden Raum, damit die Sanftmütigen das Erdreich besitzen.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Wir fürchten uns davor, dass Leid und Krankheit kein Ende haben.
Heile die Kranken und behüte die Leidenden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Nicht nur uns, auch denen, die verzweifelt nach Hilfe rufen, die vor den Trümmern ihres Lebens stehen und die sich vor der Zukunft fürchten.
Du bist die Quelle des Lebens, verbanne den Hunger.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Öffne unsere harten Herzen für die Vergebung. Öffne die Fäuste der Gewalttäter für die Sanftmut.
Lenke unsere Füße auf den Weg des Friedens. Versöhne uns und alle Welt.
Führe uns nicht in Versuchung.
Dein Wort ist das Leben. Du kannst unsere Herzen verschließen vor Neid, Gier und Hochmut.
Halte uns ab von Hass und Gewalttätigkeit. Bewahre uns vor den falschen Wegen!
Erlöse uns von dem Bösen
Öffne unsere Augen, damit wir das Böse hinter seinen Verkleidungen erkennen.
Lass uns dem Bösen widerstehen und befreie alle, die in der Gewalt des Bösen gefangen sind.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Du rufst uns beim Namen. Du siehst uns - wo wir auch sind, am Küchentisch, in der Kirchenbank, in unseren Kammern.
Bei dir schweigen Angst und Schmerz. Auf dich hoffen wir heute und alle Tage. In Jesu Namen vertrauen wir uns dir an.
Amen.

Segen
Es segne und behüte uns der barmherzige und treue Gott,
Vater, Sohn und Heiliger Geist. Amen.